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Hausfinanzierung

Wie genau funktioniert eine Hausfinanzierung?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Hausfinanzierung. Die Finanzierungsangebote errechnen sich aus der Differenz zwischen den eigenen Einnahmen und den Lebenshaltungskosten. Über die daraus resultierenden Freibeträge kann die Hausfinanzierung laufen. Auch kann zur Hausfinanzierung bereits vorhandenes Eigenkapital mit einbezogen werden. Weitere Parameter sind der Kapitalbedarf für die zu finanzierende Immobilie sowie die gewünschte Tilgungsrate, welche festlegt wann die Hausfinanzierung abbezahlt ist. Bei der Wahl der Hausfinanzierung ist jedoch Vorsicht geboten: Die Konditionen der Anbieter liegen oft weit auseinander. Gerade in der Art des Darlehens sowie in der Zinshöhe kann es bei der Hausfinanzierung große Unterschiede geben. Weitere mögliche Stolpersteine sind zu kurze Zinsfestschreibungen und daraus resultierende Zinserhöhungen in den späteren Tilgungsjahren der Hausfinanzierung.

Daher sollten Sie sich über die folgenden Parameter vor dem Abschließen einer Hausfinanzierung im Klaren sein:
  • Wie viel Eigenkapital können Sie für den Kauf oder Bau einer Immobilie aufbringen? Hier gilt grundsätzlich: Je mehr desto besser. Zu Eigenkapital zählt auch die sog. Eigenleistung am Bau, zum Beispiel wenn Sie selber die Böden verlegen oder die Wände streichen. Auch bereits laufende Kredite müssen vom Eigenkapital bei der Planung der Hausfinanzierung abgezogen werden
  • Wie hoch sind Ihre Freibeträge, mit denen Sie Darlehen, Hypotheken und Kredite zurückzahlen können? 
  • Wie teuer ist die Immobilie, die Sie kaufen wollen, wirklich? Makler-Courtage, Grunderwerbsteuer, Notargebühren und Gerichtskosten schlagen zusammen mit bis zu 13,5% des Kaufpreises zu Buche. Dies ist bei der Festlegung des Kapitalbedarfs der Hausfinanzierung unbedingt mit einzubeziehen
Weitere Faktoren für die Hausfinanzierung sind:
  • Mögliche günstige Kredite vom Staat
    Auch ohne die Eigenheimzulage gibt es noch Fördermöglichkeiten für Hausfinanzierung von den Bundesländern, die allerdings in der Regel an Bedingungen geknüpft sind. Dazu gehören mögliche Zinsverbilligte oder zinslose Darlehen. Auch ist hier ihr Familienstand von Interesse, junge und kinderreiche Familien erhalten in der Regel bei Regel mehr Förderung bei der Hausfinanzierung. Die Bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet ebenfalls KFW-Fördergeld, insbesondere als zinsgünstigen Baukredit.
  • Die Hypothek
    Das Standbein einer Hausfinanzierung ist fast immer die Hypothek einer Bank oder Sparkasse. Sie bietet die niedrigsten Zinsen, da sie für das Geldinstitut die höchste Sicherheit bietet. Dabei gibt es zwei Arten von Hypotheken: entweder mit Festzins oder mit variabler Verzinsung. Bei der Festzins-Hypothek handelt man mit dem Finanzierungs-Institut einen festen Zinssatz aus. Bei der variablen Verzinsung, fällt oder steigt der Zinssatz je nach Marktlage.
    Ist für mich die feste oder die variable Verzinsung interessanter?
    Garantieren kann Ihnen da keiner was. Aber die meisten Experten sind sich sicher, dass die derzeitige Niedrigzinsphase nicht mehr ewig anhält und die Zinsen kurz- bis mittelfristig ansteigen. Deswegen erscheint derzeit der Abschluss einer Festzins-Hypothek noch sinnvoll, bei der die Zinshöhe auf mindestens 10 Jahre festgeschrieben ist
  • Die Belastungsgrenze
    Den Geldgebern der Hausfinanzierung ist an soliden Schuldnern gelegen. Deshalb achten diese auf die so genannte Belastungsgrenze. Damit ist der Betrag Ihres Monatseinkommens gemeint, den Sie problemlos jeden Monat für die Hausfinanzierung zurückzahlen können. Dieser Betrag muss so bemessen sein, dass nicht jede unvorhergesehene Ausgabe Ihre Finanzierung platzen lässt - ein wenig Spielraum ist unbedingt notwendig. Bei der Belastungsgrenze gilt:
    1. Je höher das Einkommen, desto großzügiger ist sie bemessen
    2. Bei einem monatlichen Nettoverdienst von 1278 Euro können etwa 30 Prozent zur Schulden-Rückzahlung eingesetzt werden. 
    3. Bei einem Monatseinkommen (netto) von 1.535 Euro kann man dafür schon 35 Prozent veranschlagen. 
    4. Übersteigt das Nettoeinkommen 1535 Euro, dann können Sie sich durchaus 40 Prozent als Hypothekenlast leisten.

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